Das große Derby gegen Grein war für uns natürlich eine ganz besondere Begegnung. Es hat einige Jahre gedauert, bis wir wieder gegeneinander spielen durften. Gerade nach den letzten Wochen, die für uns sportlich etwas schwieriger waren, wollten wir ausgerechnet in diesem Derby wieder zurück zu unserer alten Stärke finden.
Sehr positiv war, dass sich unsere beiden Langzeitverletzten Simon Freinschlag und Thomas Steindl wieder fit gemeldet haben. Damit konnten wir erstmals seit längerer Zeit wieder mit dem kompletten Kader in ein Spiel gehen.
Vorweg muss man allerdings auch sagen, dass die Platzverhältnisse in Grein wirklich sehr schwierig waren. Der Platz war sehr tief uneben und der Rasen noch dazu sehr hoch – einem Derby meiner Meinung nach nicht würdig. Dementsprechend zurückhaltend war auch der Beginn von beiden Mannschaften. Grein hatte allerdings bereits nach drei Minuten die erste Topchance, ein Kopfball aus kurzer Distanz ging an die Latte. Dabei hat man schon gesehen, dass wir defensiv teilweise zu weit weg von den Gegenspielern waren. Dieses Problem sollte sich leider durch die gesamte erste Halbzeit ziehen.
Nach rund zehn Minuten konnten wir dann unseren ersten Nadelstich setzen. Genau das, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Wir wussten, wo Grein verwundbar ist, konnten unsere Geschwindigkeit gut einsetzen und gingen mit 1:0 in Führung. Leider hat diese Führung nur zwei Minuten gehalten. Wieder stand ein Spieler von Grein im Strafraum komplett frei und konnte ohne Druck abschließen – 1:1.
Auch danach haben wir Grein immer wieder zu viel Raum gegeben und waren gegen den Ball nicht sauber genug. Das 2:1 entstand aus einer Eins-gegen-eins-Situation, bei der wir unseren Außenverteidiger nicht ausreichend abgesichert haben. Das 3:1 fiel durch einen direkten Freistoß, wobei man aus meiner Sicht durchaus die Frage stellen kann, ob es überhaupt ein Foul war. Der Pfiff hat für mich jedenfalls nicht zum Spielverlauf gepasst.
Beim 4:1 haben wir wiederum einen Spieler im Strafraum völlig frei stehen lassen. Er konnte die Flanke sogar noch in Ruhe herunterholen und anschließend einschieben. In der ersten Halbzeit waren wir defensiv einfach grob fahrlässig. Gleichzeitig hatten wir kurz vor dem 4:1 noch eine richtig gute Möglichkeit auf das 3:2. Wenn wir dort den Anschlusstreffer erzielen und dann fast im Gegenzug das 4:1 bekommen, ist das natürlich extrem bitter.
Eine weitere Szene gab es kurz vor der Pause, bei der es aus meiner Sicht zu einer klaren Tätlichkeit eines Greiner Spielers gegen Philipp Wurzer gekommen ist. Auf dem Video ist die Situation sehr gut zu erkennen. Für mich wäre hier eine rote Karte notwendig gewesen. Der Schiedsrichter hat die Situation leider nicht gesehen. Das hätte bedeutet, dass wir die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl gespielt hätten.
In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein komplett anderes Gesicht gezeigt. Natürlich hat sich auch die Situation für Grein mit der Führung verändert. Sie haben sich zunehmend zurückgezogen und versucht, über Kontermöglichkeiten zum Erfolg zu kommen. Wir hingegen haben das Spiel komplett übernommen, hatten über weite Strecken sehr viel Ballbesitz und haben uns immer wieder richtig gute Chancen erspielt.
In dieser Phase konnten wir auch das 4:2 erzielen. Zwischen ungefähr der 60. und 75. Minute ist das Spiel dann wirklich auf der Kippe gestanden. Wir hatten drei hochkarätige Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Dazu kam eine aus unserer Sicht klare Elfmetersituation, die nicht gegeben wurde. Im Video ist für mich eindeutig zu erkennen, dass es ein Elfmeter war.
Danach hatten wir noch einen Lattenschuss und weitere Eins-gegen-eins-Situationen gegen den Tormann, unter anderem durch Elias Sandhofer, die wir ebenfalls nicht verwerten konnten. Genau in dieser Phase hätten wir das Spiel tatsächlich noch drehen oder zumindest ausgleichen können. Umso bitterer war es, dass wir nach dieser Druckphase und dem nicht gegebenen Elfmeter dann das 5:2 bekommen haben. Spätestens da war klar, dass es sehr schwierig werden würde, noch etwas mitzunehmen.
Mit etwas mehr Glück und einer etwas neutraleren Ausgangslage bei den entscheidenden Situationen wäre in der zweiten Halbzeit sicherlich noch einiges möglich gewesen. Trotzdem muss man unterm Strich ganz klar sagen: Aufgrund unserer ersten Halbzeit ist die Niederlage absolut verdient – auch in dieser Höhe.
Grein hatte insgesamt sechs Torchancen und machte daraus fünf Tore. Wir hatten zusammengerechnet 11 richtig gute Torchancen und erzielten daraus drei Tore. Genau das ist aktuell der große Unterschied. Wir schaffen es momentan einfach nicht, uns für den Aufwand und die Arbeit, die wir in die Spiele investieren, entsprechend zu belohnen. Dieses Thema begleitet uns jetzt schon seit mehreren Wochen.
Trotzdem werden wir positiv bleiben. Denn gerade die zweite Halbzeit hat gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Wir haben Charakter gezeigt, haben uns nach einem 1:4 zurückgekämpft und hätten mit etwas mehr Konsequenz und vielleicht etwas mehr Glück sogar noch einmal zurückkommen können. Jetzt heißt es, weiterzuarbeiten, die richtigen Schlüsse zu ziehen und vor allem endlich unsere Chancen konsequenter zu nutzen.
U23
Unsere U23 konnte einen 2:5 (1:2) Derbysieg feiern. Ein frühes Gegentor ließ die Mannschaft unbeirrt und man drehte die Partie noch vor der Halbzeitpause. In den zweiten 45 Minuten hatte man das Spielgeschehen dann endgültig unter Kontrolle. Chance um Chance wurde erarbeitet und weitere 3 Treffer erzielt.
Tore: 2x Aigner Julian, Winkler Michael (Elfmeter), Eigentor, Kamleitner Mario
Tore: Rainbacher Ralf, Winkler Maximilian, Wurzer Julian
KM-Trainer Naderer Michael
Das große Derby gegen Grein war für uns natürlich eine ganz besondere Begegnung. Es hat einige Jahre gedauert, bis wir wieder gegeneinander spielen durften. Gerade nach den letzten Wochen, die für uns sportlich etwas schwieriger waren, wollten wir ausgerechnet in diesem Derby wieder zurück zu unserer alten Stärke finden.
Sehr positiv war, dass sich unsere beiden Langzeitverletzten Simon Freinschlag und Thomas Steindl wieder fit gemeldet haben. Damit konnten wir erstmals seit längerer Zeit wieder mit dem kompletten Kader in ein Spiel gehen.
Vorweg muss man allerdings auch sagen, dass die Platzverhältnisse in Grein wirklich sehr schwierig waren. Der Platz war sehr tief uneben und der Rasen noch dazu sehr hoch – einem Derby meiner Meinung nach nicht würdig. Dementsprechend zurückhaltend war auch der Beginn von beiden Mannschaften. Grein hatte allerdings bereits nach drei Minuten die erste Topchance, ein Kopfball aus kurzer Distanz ging an die Latte. Dabei hat man schon gesehen, dass wir defensiv teilweise zu weit weg von den Gegenspielern waren. Dieses Problem sollte sich leider durch die gesamte erste Halbzeit ziehen.
Nach rund zehn Minuten konnten wir dann unseren ersten Nadelstich setzen. Genau das, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Wir wussten, wo Grein verwundbar ist, konnten unsere Geschwindigkeit gut einsetzen und gingen mit 1:0 in Führung. Leider hat diese Führung nur zwei Minuten gehalten. Wieder stand ein Spieler von Grein im Strafraum komplett frei und konnte ohne Druck abschließen – 1:1.
Auch danach haben wir Grein immer wieder zu viel Raum gegeben und waren gegen den Ball nicht sauber genug. Das 2:1 entstand aus einer Eins-gegen-eins-Situation, bei der wir unseren Außenverteidiger nicht ausreichend abgesichert haben. Das 3:1 fiel durch einen direkten Freistoß, wobei man aus meiner Sicht durchaus die Frage stellen kann, ob es überhaupt ein Foul war. Der Pfiff hat für mich jedenfalls nicht zum Spielverlauf gepasst.
Beim 4:1 haben wir wiederum einen Spieler im Strafraum völlig frei stehen lassen. Er konnte die Flanke sogar noch in Ruhe herunterholen und anschließend einschieben. In der ersten Halbzeit waren wir defensiv einfach grob fahrlässig. Gleichzeitig hatten wir kurz vor dem 4:1 noch eine richtig gute Möglichkeit auf das 3:2. Wenn wir dort den Anschlusstreffer erzielen und dann fast im Gegenzug das 4:1 bekommen, ist das natürlich extrem bitter.
Eine weitere Szene gab es kurz vor der Pause, bei der es aus meiner Sicht zu einer klaren Tätlichkeit eines Greiner Spielers gegen Philipp Wurzer gekommen ist. Auf dem Video ist die Situation sehr gut zu erkennen. Für mich wäre hier eine rote Karte notwendig gewesen. Der Schiedsrichter hat die Situation leider nicht gesehen. Das hätte bedeutet, dass wir die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl gespielt hätten.
In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein komplett anderes Gesicht gezeigt. Natürlich hat sich auch die Situation für Grein mit der Führung verändert. Sie haben sich zunehmend zurückgezogen und versucht, über Kontermöglichkeiten zum Erfolg zu kommen. Wir hingegen haben das Spiel komplett übernommen, hatten über weite Strecken sehr viel Ballbesitz und haben uns immer wieder richtig gute Chancen erspielt.
In dieser Phase konnten wir auch das 4:2 erzielen. Zwischen ungefähr der 60. und 75. Minute ist das Spiel dann wirklich auf der Kippe gestanden. Wir hatten drei hochkarätige Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Dazu kam eine aus unserer Sicht klare Elfmetersituation, die nicht gegeben wurde. Im Video ist für mich eindeutig zu erkennen, dass es ein Elfmeter war.
Danach hatten wir noch einen Lattenschuss und weitere Eins-gegen-eins-Situationen gegen den Tormann, unter anderem durch Elias Sandhofer, die wir ebenfalls nicht verwerten konnten. Genau in dieser Phase hätten wir das Spiel tatsächlich noch drehen oder zumindest ausgleichen können. Umso bitterer war es, dass wir nach dieser Druckphase und dem nicht gegebenen Elfmeter dann das 5:2 bekommen haben. Spätestens da war klar, dass es sehr schwierig werden würde, noch etwas mitzunehmen.
Mit etwas mehr Glück und einer etwas neutraleren Ausgangslage bei den entscheidenden Situationen wäre in der zweiten Halbzeit sicherlich noch einiges möglich gewesen. Trotzdem muss man unterm Strich ganz klar sagen: Aufgrund unserer ersten Halbzeit ist die Niederlage absolut verdient – auch in dieser Höhe.
Grein hatte insgesamt sechs Torchancen und machte daraus fünf Tore. Wir hatten zusammengerechnet 11 richtig gute Torchancen und erzielten daraus drei Tore. Genau das ist aktuell der große Unterschied. Wir schaffen es momentan einfach nicht, uns für den Aufwand und die Arbeit, die wir in die Spiele investieren, entsprechend zu belohnen. Dieses Thema begleitet uns jetzt schon seit mehreren Wochen.
Trotzdem werden wir positiv bleiben. Denn gerade die zweite Halbzeit hat gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Wir haben Charakter gezeigt, haben uns nach einem 1:4 zurückgekämpft und hätten mit etwas mehr Konsequenz und vielleicht etwas mehr Glück sogar noch einmal zurückkommen können. Jetzt heißt es, weiterzuarbeiten, die richtigen Schlüsse zu ziehen und vor allem endlich unsere Chancen konsequenter zu nutzen.
U23
Unsere U23 konnte einen 2:5 (1:2) Derbysieg feiern. Ein frühes Gegentor ließ die Mannschaft unbeirrt und man drehte die Partie noch vor der Halbzeitpause. In den zweiten 45 Minuten hatte man das Spielgeschehen dann endgültig unter Kontrolle. Chance um Chance wurde erarbeitet und weitere 3 Treffer erzielt.
Tore: 2x Aigner Julian, Winkler Michael (Elfmeter), Eigentor, Kamleitner Mario
KM: Hier geht’s zu den Spieldetails | Tabelle
U23: 2:5 (1:3) | Tabelle